Nebra - Sky - Diskurs
Nebra - Sky - Diskurs

Der systematische Aufbau:

Entschlüsselung Schritt für Schritt

Erleben Sie jetzt, wie sich die Scheibe quasi von selbst enthüllt.

 

Wir zeigen  lediglich, wie   sich logisch  eine zusammenhängende Zeichenstruktur ergibt, die aufeinander folgt.

Zunächst läßt sich die Scheibe segmentieren.

 

Die Segmente ergeben sich aus den natürlichen, astronomischen Bereichen der Sonnenazimute am Fundort.

 

Diese sind ja objektiv von Prof. SCHLOSSER nachgewiesen.

Durch diese Segmentierung lassen sich sowohl der längste als auch kürzeste Tag des Jahres darstellen.

Der kürzeste Tag des Jahres, 21. 12.

Der längste Tag am 21. 6.

Betrachten wir nun die symbolische Darstellung des längsten Tages genauer, so führt uns das weiter:

 

Der Weg, den die Sonne hier beschreibt. wird im Jahresdurchschnitt auch vom Mond monatlich durchlaufen.

 

Das ist eine Lunation, sie umfasst 29,5 Tage.

 

Bezeichnender Weise finden wir in diesem großen Segment genau 29,5 Lochdistanzen.

 

Das weist eindeutig darauf hin, dass die Randlöcher eine grundsätzliche Bedeutung haben.

Der Lauf der Sonne :

 

Nehmen wir die Scheibe als Modell unseres Erdkreises,so  lässt sie  sich  durch den Meridian  in exakt zwei symmetrische Hälften teilen.

 

 

Auf dieser gedachten Nord-Süd-Linie finden die täglichen und wechselnden Kulminationshöhen der Sonne (und des Mondes) statt.

 

Der Kulminationsort definiert "Süden" auf unserem Erdkreis.

 

 

 

 

In der Realität entspricht das dieser Grafik

 

 

Auch der Wendepunkt der sogenannten Barke liegt genau unter dem Meridian.

 

Er liegt genau im Süden, ist der Mittagspunkt und  bedeuted somit den Kulminationspunkt auf der Scheibe.

Bedeutsame Struktureinheiten der Randlöcher:

Der Zusammenhang von Sonne und Mond:

 

 

1. Durch die Segmentierung der Scheibe ergeben sich weitere relevante Struktureinheiten der Randlöcher.

 

Sie haben alle kalendarische Bedeutung.

 

 

2. Das  (kleine)Mondjahr umfasst  12 volle Lunationen mit 354 Tagen.

Es ist 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr (365 Tage).

Im unteren Quadranten, der als kürzester Tag, den "Tag an sich" symbolisiert (erste Begriffsbildung) finden wir genau elf Löcher.

Diese weisen darauf hin.

Achtzehn Jahre und elf Tage

In dieser Graphik sehen wir noch einmal, dass in den Randbögen jeweils 9 Löcher - also insgesamt 18 - enthalten sind.

Da die Bögen Bezug zum Jahr haben, deuten auch die Löcher symbolisch auf Jahre hin.

18 Jahre und 11 Tage ist die Länge eines sogenannten Saroszyklus. Nach diesem Zeitraum findet wieder die gleiche Sonnen- bzw Mondfinsternis statt.

Desgleichen umfassen 18 Jahre den Zeitraum zwischen den großen - bzw. kleinen Mondwenden.

 

Die Mondwenden:

Durch die Neigung der Mondbahn von 5° gegenüber der Erdbahn um die Sonne (Ekliptik) übersteigt und unterläuft der Vollmond z. B. deren Höchst- bzw. Tiefstand am Himmel maximal um 5°. das geschieht alle 18 Jahre. Er steigt also langsam auf und ab und erreicht nach 9 Jahren seinen möglichen Zwischenstand (ebenfalls 5° unter der höchsten, bzw über der tiefsten Kulmination der Sonne).

(Näheres unter dem Link)

 

 

 

Schematische Darstellung der Mondwenden gegenüber dem Sonnenfeld.

Das vollständige Jahr

Betrachten wir die nebenstehende Grafik genau, so erkennen wir die vollständige, zahlenmäßige Darstellung eines Kalenderjahres:

 

29, 5 Tage für den Monat und

 12 Monate im nördlichen Sektor.

 

dargestellt durch 12 Goldpunkte.

 

Ein mit unterschiedlichen Kategorien von Zeichen dargestellter Sachverhalt.

 

Dies  kann man als den Beginn von begrifflicher Zeichen auiffassen.

 

Eine Art "Bilderschriftzeichen"

Geometrische Größen, Winkelmaße:

Die Sonne

Der Tiefststand der Sonne (am Fundort) beträgt im Winter ca. 14 Grad. Ihr Höchststand am 21. Juni ca. 62 Grad.

Die Differenz ist 48°.

Das ist die extremale Kulminationshöhendifferenz.

 

Wir finden sie eindeutig  auf der Scheibe,

indem wir einen Winkel bilden, der - vom Mittagspunkt ausgehend - die Wendepunkte der Sommersolstitien einschließt.

Das Koordinatensystem zeigt auch eindeutig die Winkelhöhe der Wintersonnenwende.

 

 

Der Mond

Relevante Winkelmaße des Mondes:

Zwischen dem maximalem Höchststand (67°) und  Tiefstand (9°) im 18-jährigen Rythmus liegt eine Kulminationshöhendifferenz von ca. 58 Grad.

Alle drei hier angegebenen Größen sind eindeutig in Winkeln aud der Scheibe angezeigt.

Bezeichnend ist, dass der Ausgangspunkt des Winkels der Goldpunkt exakt gegenüber dem der Sonne liegt (eine exakte symbolische Darstellung der Realität).

 

 

Darüber hinaus deuten die sechs senkrecht ausgerichteten Goldpunkte auf die sechsstufige "Himmelsleiter" des Mondes hin. Der Vollmond "springt" im Jahreslauf auf sechs  Stufen am Nachthimmel hinauf und hinab.

Die Symbolik verifiziert sich hier also selbst und ist als solche geschlossen und eindeutig.

Spiegelsymmetrische Positionen von Sonne u. Mond im 18 jährigen Verlauf

Der Vollmond steht der Sonne stets genau gegenüber mit Abweichungen in der Höhe.

 

Dort, wo die Sonne im Sommer steht, steht im Winter der Mond und umgekehrt.

 

Im 18-jährigen Rythmus steht der Mond 5° höher als die Sonne (am Fundort 67°)

 

Die 5° Differenz sind auf der Scheibe kodiert.

Hier noch einmal die schöne Darstellung der verborgenen Symmetrien.

Andere Phänomene:  z. B.

 

Die Drehung des Sternenzeltes um den Himmelspol

Die Drehung des großen Wagen um den Pol ist  auffällig.

 

Dessen Winkelhöhe  wird bestimmt durch die geographische Breite.

 

Am Fundort beträgt diese ca. 52 Grad

 

(Schematische Darstellung)

Diese Polhöhe ist auf der Scheibe verborgen, aber eindeutig kodiert:

 

Man beachte:

1. Die Scheibe ist hier um 90° gedreht.

 

2.Der Pol liegt exakt auf der Linie des Meridians, den er ja auch definiert.

 

3. Die Winkel sind nicht beliebig,

sondern liegen den vier Kardinalpunkten an.

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